Die Hölle von Frankfurt – Airport-Zöllner packen aus

Geld stinkt doch. Zumindest für Schäferhündin Dina. Sie ist von Beruf Bargeldspürhund und schnüffelt am Frankfurter Flughafen im Auftrag des Zolls. Rund 42 Millionen Euro werden jedes Jahr geschmuggelt – im Überraschungs-Ei, in der Schuhsohle oder in der Ketchupflasche. Doch Dina lässt sich von solchen Gerüchen nicht ablenken. Wenn sich Dina brav vor einen Reisenden setzt, dann beginnt für Hundeführer Heiko Kraft die eigentliche Arbeit. Er durchsucht Jackentaschen und Handgepäck und wird jedes Mal fündig. „Die Reisenden schwören so lange, nicht mehr als 10 Tausend EURO dabei zu haben, bis Diana und ich es hervorzaubern“, berichtet Heiko Kraft.

Reisende müssen Bargeld ab 10.000 Euro dem Zoll melden. Diese Vorschrift soll dem Schwarzgeldschmuggel vorbeugen. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder am Frankfurter Flughafen in 1.700 Fällen fündig und entdeckten Schwarzgeld im Wert von 42 Millionen Euro. Die erwischten Schmuggler mussten Bußgelder in Höhe von rund sieben Millionen Euro zahlen. Am meisten wird auf den Flügen nach Asien, Afrika und dem Nahen Osten geschmuggelt. Doch an den erfahrenen Zollkontrolleuren Jan Rademacher, Roland Koch und Heiko Kraft kommt kein Schwarzgeldschmuggler vorbei.

Der Zoll am Flughafen Frankfurt lässt dieses Mal das Gepäck einer ganzen Maschine überprüfen. Jeder einzelne Koffer geht durch das Röntgengerät. Bei Verdachtsfällen wird geöffnet und kontrolliert. Die Zöllner  finden Bargeld im Gestänge eines Koffers, in einem Handyladegerät und in einer Chips-Rolle. versteckt.  Für die Schwarzgeldschmuggler ist hier Endstation. Deshalb heißt das wichtigste Luftdrehkreuz bei ihnen nur noch „Die Hölle von Frankfurt“.

Eine Woche lang durfte 30 Minuten Deutschland die Schwarzgeldkontrolleure vom Flughafen Frankfurt begleiten.

Sendetermin: 16.07.2012, RTL 30 Minuten Deutschland, 23:30 Uhr


 

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