Wir sehen alles – der Film und die Filmnutzung im 21. Jahrhundert

Die Anzahl der Videos bei YouTube wird im kommenden Jahr die halbe Milliarde überschreiten. Laut Comscore nutzen 84 Prozent der Deutschen Videos im Netz. Jeder deutsche Videoseher konsumiert circa 35 Minuten Video pro Tag im Netz. Bis jetzt hatte das noch keine Auswirkung auf die Nutzungsdauer des Fernsehens. Sollte sich im Leitmedium aber die Qualität weiter verschlechtern, die Hardware TV-Geräte mit dem Computer zusammenwachsen und die technische Entwicklung etwas ähnliche revolutionierendes wie das MP3 Format (der Tod der Musikindustrie) für das Video hervorbringen, dann wird sich das Fernsehen neu erfinden müssen oder als Leitmedium durch das Web abgelöst werden.
 
Denn die nächste Generation muss nicht mehr davon überzeugt werden, sich im Web einen Film anzuschauen.  92% der Jugendlichen besitzen ein eigenes Handy und wissen, dass man damit, wenn man es sich leisten kann, ins Internet gehen kann. Beliebteste Freizeitbeschäftigung ist das Treffen von Freunden (68%) gefolgt von Surfen im
Internet (39%). Der Internetzugang ist Jugendlichen fast genauso wichtig wie gute Schulnoten (86% vs. 93%). Quelle: BITKOM – der Hightech Verband.
 
Das bringt neue Herausforderungen für Videoanbieter – von TV-Sendern über Abodienste und Video-On-Demand-Portale bis hin zu Videoportalen. Sie müssen existierende Videonutzer davon überzeugen, mehr und längere Videos zu sehen. Die Palette reicht von Realfilm bis 3D-Modeling, von 10-Sekunden-Clips bis zum Kurzfilmformat. Sie umfasst den Werbeclip genauso wie den Imagefilm eines Unternehmens.
 
Da das unbändige Wachstum im Videomarkt vorbei zu seien scheint und neben YouTube und dem Googles Videodienst neue Portale wie Hulu und Services wie Netflix sich am Markt etabliert haben, stehen alle vor einer schweren Herausforderung: Sie müssen, um weiter zu wachsen, über hochwertige Inhalte die Nutzer für ein vielfaches der Zeit an sich binden. Damit stehen sie in immer schärferer Konkurrenz zum bisherigen Leitmedium Fernsehen und müssen genau den umgekehrten Weg gehen: weniger Quantität, mehr Qualität.

Was bedeutet das für Führungskräfte und Unternehmen?

Da schon heute (ohne die heranwachsende, Internet affine Generation) 55 Prozent der Deutschen online nach Informationen über Produkte und Preise suchen, wird der Webfilm für Unternehmen immer bedeutsamer. Der Film ist ein emotional wirkendes, alle Sinne berührendes Werbemittel.
Die Unternehmen können bewegte Bilder zur Imagepflege und Produktinformation nutzen, ohne die enormen Kosten der TV Werbung zu generieren. Der Film im Web überwindet Zeit und Raum. Er überbrückt geografische Grenzen und verschafft Zugang zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. (Quelle: Bertram Gugel, Blog Digitaler Film).

Beispiele:

1. Ein guter Inhalt braucht keinen hohen Aufwand (dieser Film hat nur eine Kameraeinstellung, die Aufnahme dauerte nur wenige Minuten)

2. Ein animierter Film kann auch komplizierte Inhalte erklären (Simple Show)

3. Ein Werbefilm kann aber auch zur Lachnummer im Netzt werden (Wackelkamera und Synchronisation wie in einem schlechten Porno)

Fazit:

Filme im Web erreichen ein immer größeres Zielpublikum ‐ weltweit.
Sie können ein kostengünstiges Kundenbindungs- und Zufriedenheits-Instrument sein. Die Interaktivität über Social Media ist gerade beim Film im Web die Zukunft.
 
Wenn Sie für sich selbst oder Ihre Firma einen Filmidee haben, dann lassen Sie uns miteinander reden. Weitere Informationen finden Sie hier.
 
 

 

Leave a Comment